MORION.4 – HEGEL.MACHT.LIEBE

TRAGIKOMISCHES MUSIKTHEATER / der vierte Teil der Morion-Dodekalogie

frei nach Arthur Schnitzler’s REIGEN, Hegel’s ENZYKLOPÄDIE DER PHILOSOPHISCHEN WISSENSCHAFTEN III und anderen / Regie: RAPHAEL DLUGAJCZYK / Musik performt von THE HEGEL’Z (post-industrial / alternative / neo-grunge / schlager)

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“nur in der liebe allein ist man eins mit dem objekt, es beherrscht nicht und wird nicht beherrscht.” (g.f.w. hegel)   

Morion4 - HakaIIIm vierten Teil der Morion-Dodekalogie versucht der alleinige Schöpfer G. F. W. Hegel anhand der „Liebe“ seine Philosophie des Geistes theatralisch zu beschreiben. In gewohnter ‚Morion-Manier‘ (wie in den anderen Teilen: Morion-Urfassung; Morion.1-reCreaTionX, Morion2. – Alkestis und Morion.3 – Woyzecks Buechner) wird das Inszenieren selbst zum Thema des Theaterstücks, bis hin zu dem Punkt, an dem die Realität der Regie- und Autoren-Ebene nicht mehr von der Fiktion der Drama-Ebene zu unterscheiden ist. /  Die theatralische Grundlage für die zehn Hauptbegriffe der Hegelschen Geistesphilosophie sind die zehn Dialoge des REIGENs  des Wiener Schriftstellers Arthur Schnitzler. „Das Stück schildert in zehn erotischen Dialogen die ‚unerbittliche Mechanik‘ des Beischlafs (der im Stück nicht gezeigt wird) und sein Umfeld von Macht, Verführung, Sehnsucht, Enttäuschung und das Verlangen nach Liebe. Es zeichnet ein Bild der Moral in der Gesellschaft des Fin de siècle und durchwandert dabei in einem Reigen alle sozialen Schichten vom Proletariat bis zur Aristokratie.“ (Quelle: Wikipedia) Die Skandalumwitterte Uraufführung des Reigens fand 1920 in Berlin statt.  /  An eben diesem Ort, hier in unserer wunderschönen Stadt des Schaffens, wirkte auch der berühmte und einflussreiche Staatsphilosoph G. F. W. Hegel. Bekanntlich war der große Kopf der begrifflichen Abstraktion allerdings in „Liebesdingen“ etwas bieder und unbeholfen, sodass er schnell Gefallen und (ja fast schon irrationale) erotische Anziehung zum Geschehen seiner Inszenierung findet. Schließlich, als es um den Begriff der „Philosophie“ geht, greift Hegel direkt ins Geschehen ein. Ein verhängnisvoller Pakt mit dem Tod/Homer, den er zu Beginn der Inszenierung eingehen musste, um den närrischen Wahnsinn aus Morion zu vertreiben, ergreift nun die Schicksalszügel der Aufführung. Zwischen Eros und Thanatos bleibt die Logik auf der Strecke: Was bleibt ist kaltblütige Macht, mit der die toten Seelen ihre Liebesabenteuer zelebrieren. Wo das wohl hinführen wird, wenn nicht zurück zum grünumwobenen Wahnsinn? Lassen Sie sich berieseln von neuen Bildern, Geschichten, Vokalisen und Musiken aus Morion…Morion4 - Nichtrechtens„Mit dem ‚Reigen‘ hat Schnitzler das Theater, das ein Haus der Freuden sein sollte, zu einem Freudenhause, zum Schauplatz von Vorgängen und Gesprächen gemacht, wie sie sich schamloser in keiner Dirnenhöhle abwickeln können. Schnaufende Dickwänste mit ihrem weiblichen Anhange, der den Namen der deutschen Frau schändet, sollen sich jetzt dort allabendlich ihre im wüsten Sinnentaumel erschlafften Nerven aufkitzeln lassen. Allein wir gedenken den Herrschaften das Vergnügen bald zu verleiden.“ – (REICHSPOST, 1. Februar 1921)…

PHOTO2„Ja, mit dem Lebendigen ist immer einer Mühsal. In ihm stinkt der Tod…“

PHOTO1photos by (c) Manuel Zimmer …

MORION.4 – HEGEL.MACHT.LIEBE / Tragikomisches Musiktheater / frei nach ARTHUR SCHNITZLER’S REIGEN und HEGEL’S ENZYCLOPÄDIE DER PHILOSOPHISCHEN WISSENSCHAFTEN III / Konzept und Regie: RAPHAEL DLUGAJCZYK / Regie-Assistenz: FRANZISKA GITZ, TIM WILDNER / zusätzliche Texte von CLEMENS BRENTANO, GOTTFRIED BENN, G.F.W. HEGEL, HOMER, FRIEDRICH DÜRRENMATT und R. DLUGAJCZYK / SongTexte von NICO SCHÜTZE / Musik: RAPHAEL DLUGAJCZYK / mit MARCO THOM (als Soldat), STEFFI SEILLER-TARBUK (Schauspielerin als Stubenmädchen), FLAMINGO NEON (als Junger Herr), BENTE JACOBSEN (Schauspielerin als Junge Frau), TIM WILDNER (als Ehegatte), KIM WHITE (Schauspielerin als Süsses Mädel), MERLIN AHNEN-KLAN (als Dichter), NICO SCHÜTZE (als Hegel An-Sich), CHRISTOPHER GRAHAM (als Hegel Für-Sich), CLAUS UTIKAL (als Homer) und FRANZISKA GITZ (Persephone als Schauspielerin) … / Bühnenbild, Requisite: FRANZISKA GITZ, TIM WILDNER, KIM WHITE / TonTechnik: RONALD KAREK / LichtTechnik: HANS BALZER / …  THE HEGEL’Z are: CHRISTOPH HELLMICH alias Heinrich „Heini“ Hegel (Kapellmeister, Schlagwerk, Klavier, Akkordeon), MONIQUE ROTHE alias Hannelore „Hanni“ Hegel (Gesang, Akustikgitarre), CHRISTOPHER GRAHAM alias Herrmann Hegel (Gesang), NICO SCHÜTZE alias Helmut Hegel (Gesang), JOSEPH CONRAD alias Hilde „Hammer“ Hegel (Bass), STEFAN KORNTREFF alias Hagen „Haegi“ Hegel (Klavier), NORBERT GRANDL alias Hiroschima Hegel (Percussion, Klanggestelle, Schrott, Klavier), SARAH PIORKOWSKY alias Blut Hegel (Violine), RAPHAEL DLUGAJCZYK alias Hephaistion „Hefi“ Hegel (Gitarre) / …  to be continued

… besonderen Dank an ORWOhaus e.V. / Kulturverein Prenzlauer Berg e.V. / TheaterHaus Berlin Mitte …

(c) 2015 by kulturschlund

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