MORION – Die Ursuppe

EINE UNIVERSALGESCHICHTE MORIONS

„Ich schaffe eine Welt, der ich selbst zum Opfer falle, / aus dem Nichts, aus Lehm und kleinen Teilchen, / MORION werde ich sie nennen, klein aber fein, bunt und gemein, / die Geschichten brachen ihre Zeit, brauchen ihr welkes Weilchen.“

 VON DER URSUPPE ZUR GÖTTERDÄMMERUNG. Was, wenn eines Nachts Hypnos, der Gott der Schlafes, der alle noch so mächtigen Götterschaften in seinen Bann holen kann, dich mit einem feinsinnigen Anliegen aufsucht? Was, wenn er dir seine Kinder Morpheus (Gestalt), Phobetor (Schrecken) und Phantasos (Einbildung) zur Seite stellt, um eine Schöpfung sondergleichen zu ersinnen? Was, wenn er dir die Macht verleiht, aus bunten kleinen Steinchen (morion) eine Welt und ihre Geschöpfe zu erschaffen, in der du als Schöpfer stets schalten und walten kannst, wie es dir beliebt? Was, wenn er dir aufträgt, einen bunten Gottesdienst für MOIRA zu inszenieren und zelebrieren? Würdest du nicht diesem Traum folgen und MORION dichten? Nein? Tja!

Der Urschöpfer, nennen wir ihn Raphael, nahm sich der Vision an und begann mit seinen Mitschöpfern (Nico & Nicolas) an dieser seltsamen bunten Welt zu bauen, Sie legten Steinchen auf Steinchen und erschufen Räume und Zeiten, Berge und Flüsse, Gebäude und Institutionen, Wortbrüche und Geschichten, Musiken und Gemälde, skurrile Geschöpfe und chtonische Antifiguren … Doch trotz all der kreativen Macht, dich sich ihnen offenbarte, begegneten ihnen ebenso mit voller Wucht die destruktiven Kräfte des Traumes, welche am Wirken waren: Die bunten Steinchen lösten sich in eine wabbelige, alles verschlingende Masse. Gelegentlich säte Eris Streite und Zwietracht zwischen die Götter. Und das zeitliche Prinzip, das den Schöpfern selbst zwar nichts anhaben konnte, aber für das Fortspinnen der Geschichte(n) unabdingbar war, erwies sich in seiner paradoxen Natur schließlich als unüberwindbar. Die Realität, oh Schmerz!

Endlich erlagen die allzu göttlichen Schöpfer dem Todestrieb, sie stürzten sich von einer Klippe in den reißenden Fluss der bunten Masse, die einst als Ursteinchen so manch eine tragikomische Geschichte bildete. Doch bevor es dazu kommt, gilt es noch einige Geschichten aus MORION zu berichten – genauer gesagt: ZWÖLF an der heiligen Zahl!

„Herrlich ist es ein Schöpfer zu sein, köstlich all diese Macht, / mit dem Leben zu spielen, das man selbst geschöpfet hat.“

 

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